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Wedel & Umgebung

 

Die Stadt Wedel gehört zum Kreis Pinneberg und liegt im südlichen Teil Schleswig-Holsteins. Rund 32.000 Einwohner sind von Wedels maritimem Flair verzaubert. Der offizielle Stadtname ist erst seit 1993 alleinstehend, nachdem 30 Jahre der Zusatz Holstein geführt wurde.

Sehenswürdigkeiten

Die idyllische Stadt bietet zahlreiche touristische Anziehungspunkte, wie die Schiffsbegrüßungsanlage Willkomm-Höft (für den Hamburger Hafen anlaufende Schiffe), den Hamburger Yachthafen, welcher Norddeutschlands größter Yachthafen ist sowie ein Naturschutz- und Feuchtgebiet. Auch die Wedeler Marsch, die Wedeler Au und der Roland (das Wahrzeichen Wedels) gehören zu einzigartigen Anlaufstellen.

Historie

Erstmals erwähnt wurde die Stadt im Jahre 1212 und hatte in früheren Zeiten einen bedeutsamen Viehmarkt, der heutzutage noch als Ochsenmarkt stattfindet. In der Wedeler Marsch lag die Hatzburg, welche 1311 erbaut und später als Herrschaftssitz aufgegeben und nach Pinneberg verlegt wurde. Luftbilder lassen die Motte (Burg) noch heute als ovale Linie erkennen. 1731 haben schwere Feuersbrünste 167 Häuser zerstört. Auch die Kirche fiel Flammen zum Opfer. Dann im Jahr 1875 erlangte Wedel das Stadtrecht. Das Gemeindeverfassungsgesetz trat am Jahresanfang 1934 in Kraft. In der Zeit des Nationalsozialismus befand sich in Wedel eine Außenstelle des Konzentrationslagers Neuengamme. Bedauerlicherweise wurden 1942 erhebliche Teile des Stadtgebiets durch einen britischen Bombenangriff zerstört. Zur Zeit des Kalten Krieges wurde in Wedel das größte deutsche Hilfskrankenhaus, eine unterirdischen Bunkeranlage, gebaut und für den Einsatz bereitgehalten. Diese Einrichtung wurde in den 1990er Jahren auf Grund der sich verändernden Weltlage aufgelöst. Seit September 2014 läuft ein städtebaulich-landschaftsplanerischer Ideenwettbewerb für ein 53 Hektar großes Neubaugebiet. Dieses befindet sich auf bisherigen Baumschulflächen im Norden der Stadt und soll primär für den Wohnungsbau und Folgeeinrichtungen genutzt werden.

Der Wedeler Roland als Wahrzeichen

Im Jahr 1558 wurde der Wedeler Roland als Zeichen der Marktgerechtigkeit errichtet. Nach mehrfacher Restauration wurde er 1950 an die Nordseite des Marktes ausgerichtet. Er symbolisierte die Markt- und Handelsfreiheit. 1786 erhielt Wedel vom dänischen König die Fleckensgerechtigkeit verliehen, was insbesondere die Ausfuhr von Bier und Branntwein erleichterte.

Kultur

Das in der Wedeler Au liegende Theaterschiff Betavia ist ein Schiff mit Gaststätte und Theater in einem. Es ist ein Ort unterschiedlicher kultureller Veranstaltungen. Im Stadtarchiv Wedel kann in einer großen Bandbreite von Akten, Sammlungen und Abbildungen zur Geschichte der Stadt Wedel recherchiert werden. Das Stadtmuseum Wedel wurde im Jahre 1912 als Heimatmuseum eingerichtet. Im August 1987 wurde das Ernst-Barlach-Museum Wedel eingerichtet. Es verfügt über eine repräsentative Sammlung von Skulpturen, Zeichnungen, Holzschnitten, Lithographien, Briefen und Manuskripten Ernst Barlachs. Außerdem finden hier in regelmäßigen Abständen auch Ausstellungen und Veranstaltungen zu Kunst und Literatur der klassischen Moderne und zu zeitgenössischen und populären Themen statt.

Roth’s Werke

Viele Gemälde von Nikolaus Roth spiegeln die eindrucksvolle Geschichte Wedels wieder. Ölgemälde, welche zum Beispiel das Krankenhaus Wedel, verschiedene Reetdachhäuser oder Scheunen zeigen, knüpfen somit direkt an bedeutsame Geschichtliche Ereignisse an. So schaffen es seine Werke, den Zeitgeist von Wedel und der Umgebung perfekt einzufangen.