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Hamburg

 

 

Dass die Hamburger Ihre Stadt lieben, ist wohl längst bekannt, aber auch Touristen und Neu-Hamburger erliegen dem Charme der Stadt sehr leicht. Nikolaus Roth erkundet oft die nahe gelegene Metropole auf der Suche nach passenden Bildmotiven. Allein ein Blick über den Hamburger Hafen reicht aus, um sein Herz zu verlieren. Dass man dabei den drittgrößten Frachthafen Europas überblickt, wird fast zur Nebensache. Hier ist nicht jede Brücke ein kleines Bauwerk, immerhin gibt es im Hamburger Hafen noch die Köhlbrandbrücke die sich majestätisch über dem Hafen erhebt und einmal im Jahr zum einzigen europäischen Brückenlauf gesperrt wird. Der weltweite Frachtbetrieb von 9,7 Millionen Tonnen Gütern, findet hier zwischen zwei historisch sehr sehenswerten Teilen des Hafens statt.

Weltkulturerbe Speicherstadt

Östlich gelegen befindet sich das neue Weltkulturerbe, die Speicherstadt von 1883. Weltweit ist sie der größte Lagerkomplex der auf Eichenpfählen erbaut wurde und bis heute der größte Umschlagplatz für Kaffee auf der Welt ist. Bei einem Spaziergang entlang der Wasserlinie, kann man die zahlreichen Innenhöfe und aufwendigen Verzierungen der ehemaligen Kontorhäuser bewundern.

Gegenüber der Speicherstadt, in der Deichstraße, hat der Künstler Nikolaus Roth ein weiteres Motiv für seine lebensfrohen Aquarelle gefunden. 1686 wurde hier das erste der barocken Hamburger Kaufmannshäuser erbaut, die lange das Stadtbild prägten. Einzig diese Reihe in der Deichstraße hat die zwei großen Brände und den zweiten Weltkrieg überstanden. Heute lassen sich nicht nur Maler von diesem Anblick in eine andere Epoche versetzen. Einen Katzensprung entfernt liegen die malerischen Krameramtsstuben von 1620-1700. Die letzte erhaltene geschlossene Hofbebauung in Hamburg. Das detailliert restaurierte Fachwerk und die feinen Fensterläden sind schon eine Herausforderung für einen Aquarell-Maler. Diese kleine Idylle findet man im Schatten der Kirche St.Michaelis, oder dem Michel, wie die Hamburger ihr Wahrzeichen von 1647 liebevoll nennen. Auf den Bildern von Nikolaus Roth sehen Sie den dritten Bau der Kirche, da durch Brände und Kriege die anderen zerstört wurden.

Aquarelle von Blankenese

Westlich des Hafenbetriebs war traditionell das Wohngebiet der Kapitäne und Lotsen, der schöne Elbvorort Blankenese. Wie Sie in der Galerie sehen können, bieten sich dort zahlreiche Perspektiven für wunderschöne Aquarelle. Die erste Erwähnung dieses ehemaligen Fischerortes fand 1301 in einer lateinisch abgefassten Urkunde statt. Auch heute noch lädt der Stadtteil mit seinem Treppenviertel zu sonntäglichen Spaziergängen in diesem großbürgerlichen Villenviertel ein. Im Museumshafen Övelgönne wird der Einblick in längst vergangene Zeiten nur noch verstärkt durch die Präsentation der restaurierten Fischerboote oder mittelalterlichen Frachtkähne. Besonders farbenfrohe Aquarelle entstehen hier im Herbst, wenn die zahlreiche Bäume ihre herbstliche Färbung annehmen. Hamburg selbst besteht zu 14 % aus Grünanlagen, für eine Großstadt wahrlich schön für die Bewohner.

Segeln auf der Alster

Eine weitere Besonderheit bietet Hamburg an der Alster. Dort kann man bei der geeigneten Wetterlage mitten in der Stadt segeln. Bis zu 24.000 Hamburger haben einen Segelschein und so strahlen im Sommer zahllose weiße Segel in der Sonne und schäumen die sonst ruhige Außenalster auf. Von dort aus geht es unter beinahe unendlich vielen Brücken die wunderschönen Fleete der Stadt entlang. Auch Amsterdam und Venedig zusammen haben nicht so viele Brücken zu bieten. Hier ist aber ein Tretboot oder Kanu ratsamer, um die teilweise tiefhängenden Flußüberquerungen passieren zu können. Bei diesen umwerfenden Stadtperspektiven ist es kein Wunder wenn Künstler wie Nikolaus Roth sich dazu inspiriert fühlen die glitzernden Wasserflächen in Aquarellen zu verewigen.